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FdM: Wie Portale funktionieren

01.11.2017 | 15:34 Uhr
Man kann mit Spielen vielerlei Dinge tun. Sie programmieren, um danach Geld damit zu verdienen, man kann sie spielen, gut oder schlecht finden... oder eben auseinandernehmen, kritisieren und den ein oder anderen Gedanken daran verschwenden (von Fan-Fiction mal ganz abgesehen).

Amüsant wird Letzteres dann, wenn man es ein bisschen übertreibt und auch noch Wissenschaft™ damit kombiniert. So geschehen im YouTube-Kanal von Game Theorists, in welchem Austin Hourigan, seines Zeichens Chef-Nerd und (nicht-nur-Pseudo-)Wissenschaftler von Game Theorists, mal nachforscht, wie Portale funktionieren oder vielmehr funktionieren könnten.

Dabei kam heraus, dass man für das Erschaffen eines Portals wohl die negative Masse von etwa einem Erdenmond erzeugen müsste. Mal ganz davon abgesehen, dass die am Rand des Portals entstehende Strahlung wohl dafür sorgen würde, dass man schwer. nun ja, verstrahlt wird. Das wusste Aperture Science bestimmt auch, aber aus PR-Gründen findet sich auf der Portal Gun leider kein Hinweis hierauf.

Ein ganz amüsantes kleines Video, welches man als Portal-Liebhaber mal gesehen haben sollte:

Jasiri
HLP - Redakteur
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FdM: Speedrun; kommentiert

01.10.2017 | 07:30 Uhr
Diesmal geht es rasant zu. Bestimmt habt ihr schon einmal von sogenannten Speedruns gehört: Ein Spiel wird - unter Ausnutzen von Programmfehlern, -lücken, etc.; aber ohne Cheats - so schnell wie möglich durchlaufen. Die benötigte Zeit wird dadurch extremst verringert. Der aktuelle Weltrekord für Half-Life liegt übrigens bei gerade einmal 20:41min! Wer sich das mit eigenen Augen ansehen möchte, kann das gerne hier tun.
Doch eigentlich möchte ich euch das folgende Video zeigen. Die hier benötigte Zeit liegt mit knapp 40min zwar beinahe doppelt so hoch, wurde jedoch live mit Publikum aufgenommen und vom Runner währenddessen kommentiert, womit man hier mehr über Hintergründe und Tricks erfahren kann. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 2014 während des "Awesome Games Done Quick", das Spenden für die "Prevent Cancer Foundation" (Krebs) sammelte. Es war also zusätzlich noch für einen wohltätigen Zweck.

Der Speedrun beginnt übrigens bei 8:20.

filL
HLP - Redakteur
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FdM: Eastereggs in Half-Life 2

01.09.2017 | 07:30 Uhr
Wie versprochen folgt diesen Monat die Fortsetzung der Eastereggs. Diesmal wird Half-Life 2 unter die Lupe genommen. Auch hier seid ihr wieder gerne eingeladen, per Kommentar mitzuteilen, welche ihr bereits kanntet und welche nicht. Viel Spaß beim Ansehen!



Nächsten Monat wird's übrigens schnell.
filL
HLP - Redakteur
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FdM: Eastereggs in Half-Life

01.08.2017 | 07:30 Uhr
Nach dem letzten doch leicht deprimierenden Fundstück, diesmal etwas leichte Kost: Habt ihr eigentlich schon Eastereggs in Half-Life gefunden? Selbst, wenn ihr jetzt "ja" sagt, sicher, dass du alle gefunden hast? Manche sind sehr versteckt. Seht euch das Video doch einmal an und kontrolliert, ob ihr wirklich alle schon einmal selbst gesehen habt.



Kleiner Ausblick: Nächsten Monat gibt es gleich die Fortsetzung hierzu. Viel Spaß beim Ansehen.
filL
HLP - Redakteur
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FdM: Warum es kein Half-Life 3 geben wird

02.07.2017 | 13:45 Uhr
Der Sommerurlaub naht allmählich. Dieses Mal möchte ich euch ein wohl ziemlich ernüchterndes Thema vorsetzen. Der Beitrag stammt vom Channel Looper und sagt uns, warum wir Half-Life 3 niemals spielen werden. Zur Begründung werden Entwicklungen der letzten Jahre seitens Valve, sowie auch Interpretationen aus Äußerungen von Gabe Newell selbst herangezogen.



Das Thema ist diesmal sehr dazu geeignet, um kontrovers diskutiert zu werden. Was sagt ihr zu den Äußerungen? Würdet ihr sagen, dass da wirklich etwas dran ist - oder ist es in euren Augen doch lieber Schwarzmalerei?
filL
HLP - Redakteur
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FdM: Was passiert, wenn man zwischen Portalen eingequetscht wird

09.06.2017 | 20:58 Uhr
Dieses mal wird es ein klein wenig "wissenschaftlich": Habt ihr euch beim Spielen von Portal schon einmal gefragt, was passieren würde, wenn man zwischen zwei Portalen eingequetscht würde? Genau auf diese Frage hat der Youtube-User CrowbCat eine Antwort gesucht. Was dabei herauskam, ist nicht nur überraschend, sondern auch äußerst beeindruckend. Ich möchte euch aber nicht zuviel verraten. Seht es euch einfach an.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ansehen:

filL
HLP - Redakteur
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FdM: Was es nicht in Half-Life geschafft hat

01.05.2017 | 20:50 Uhr
Werte Community, geschätzte Leser, mit dieser Reihe möchte ich euch regelmäßig ein Fundstück des Monats (FdM) rund um Valves Spiele vorstellen. Es soll weiter keine präziseren Beschränkungen geben, sondern euch jeden Monat ein Video vorstellen, das es wert ist, dass ihr es euch einmal anseht. Das können Eastereggs, Speedruns, Berichte oder Ähnliches sein. Das heutige Video stammt von Valve News Network und stellt euch Content vor, der zwar entwickelt wurde, es jedoch nicht in die finale Fassung von Half-Life geschafft hatte. Bemerkenswert ist vor allem auch, wie viel kantiger die Grafik des gezeigten Materials (Alpha-Status) ist. Wie dieses Video, so sind leider auch die meisten zukünftigen Fundstücke auf englisch.

Nun wünsche ich euch aber viel Spaß beim Ansehen. Bis zum nächsten Monat!

filL
HLP - Redakteur
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Mein erster Eindruck von Valves Gamepad

10.11.2015 | 20:00 Uhr
Obwohl ich eigentlich wenig Interesse an Gaming im Wohnzimmer habe, war ich einer der ersten Käufer des Steam Controllers. Hauptgrund dafür war die Neugier, wie sich Valve wohl im Hardware-Bereich schlagen würde, und natürlich wollte ich dies als Fan und Technikbegeisterter aus erster Hand erfahren. Da ich für Steam Link keinerlei Verwendung hätte (ich komme zur Not mit einem HDMI-Kabel aus), bestellte ich mir also nur den Controller.

Da ich hauptsächlich Shooter wie CS:GO und Team Fortress 2 spiele, verwende ich zum Spielen in 95% der Fälle Tastatur und Maus, um möglichst genau zielen zu können. Für einige wenige Spiele besitze ich aber auch einen Xbox-360-Controller, welcher derzeit ausschließlich bei Rocket League zum Einsatz kommt. Ab und zu halte ich auch bei Freunden einen PS4-Controller in der Hand, ganz fremd sind mir Gamepads also nicht.

Nachdem ich den Steam Controller überraschend pünktlich zum 16. Oktober erhielt, setzte ich direkt die mitgelieferten Duracell-Batterien ein, die auch bis heute noch einen Ladestand von 100% anzeigen. Beim Einstecken des USB-Dongles erkannte Steam dann auch gleich, dass ich den Steam Controller benutze und empfahl mir, den Big Picture-Modus zu starten. Dies ist auch praktisch unvermeidbar, da die komplette Konfiguration des Gerätes aktuell nur darüber möglich ist. Unerwartet aber angenehm fand ich den kurzen Startsound, den der Controller beim Anschalten von sich gibt.

Nun aber zu den Spielen, die ich mit dem Steam Controller getestet habe:
  • Counter-Strike: Global Offensive: CS:GO ist mein derzeit meistgespieltes Spiel, daher wagte ich mit dem Steam Controller zunächst an dieses heran. Das Steuerungsprofil baute ich mir zu diesem Zeitpunkt selbst zusammen und versuchte dabei, die bekannte Maus/Tastatur-Steuerung zu emulieren. Zum Ausprobieren trat ich einem Deathmatch-Spiel bei... und der erste Eindruck war katastrophal. Schwierigkeiten machte mir besonders das Zielen mit dem Touchpad, wofür mein Daumen einfach noch viel zu ungeübt war. Viele peinliche Tode später endete das Match für mich am unteren Ende des Scoreboards. Ich war enttäuscht. Erst später entdeckte ich die Möglichkeit, das eingebaute Gyroskop als zusätzliche Zielhilfe zu verwenden. Dadurch (und mit Übung) wurde das Spiel weitestgehend spielbar, zumindest in den Casual-Spielmodi. Im Wettkampf würde ich den Steam Controller auf keinen Fall verwenden, dafür ist mir die Steuerung zu unpräzise.

  • Team Fortress 2: Dieses Spiel probierte ich nur kurz aus. Leider ist es bis heute nicht möglich, Steuerungsprofile für TF2 von anderen Benutzern herunterzuladen. Dadurch muss man die zum Teil doch recht komplexe Steuerung (Spy, Engineer) selbst einstellen, was ich schnell aufgab. Ein erster Test verlief ähnlich erfolgreich wie meine ersten Schritte in CS:GO. Eine native Steuerung für den Steam Controller in TF2 ist aber wohl in Arbeit, was die Konfiguration vereinfachen dürfte.

  • Insurgency: Der Multiplayer-Shooter verfügt ebenfalls über eine eher komplexe Steuerung, unterstützt den Steam Controller aber nativ. Sobald man sich die Tastenbelegung verinnerlicht hat und auch das Zielen mit Touchpad und Gyro etwas geübt hat, funktioniert das Spiel ziemlich gut mit dem Controller. Vor allem das Zielen über Kimme und Korn und das Schießen machten mir mehr Spaß als mit der Maus.

  • Left 4 Dead 2: Vor Kurzem hat Valve den Zombie-Shooter mit nativer Unterstützung für den Controller ausgestattet. Aus diesem Grund haben Trineas und ich ein paar Kampagnen im Coop-Modus gespielt, was nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auch erstaunlich gut funktionierte. Nur selten kam es vor, dass ich mich wegen des Controllers benachteiligt fühlte. Wenn ich die Wahl habe, würde ich zwar immer Maus und Tastatur vorziehen, für eine lockere Runde auf der Couch ist der Controller aber sehr gut geeignet. Für ein Versus-Match würde ich den Controller allerdings nicht verwenden.

  • Alien: Isolation: Dieser Titel hat mir ziemliche Probleme bereitet. Das Spiel unterstützt den Xbox-360-Controller und zeigt auch dessen Tasten in der Benutzeroberfläche an. Mein Plan war es deshalb, mit dem Steam Controller die originale Controllersteuerung nachzuahmen. Für das Umherschauen und Zielen wollte ich aber das rechte Touchpad im Maus-Modus benutzen. Dadurch erhält das Spiel gleichzeitig Controller- und Mauseingaben, was beim Testen immer wieder zum kompletten Ausfall der Steuerung führte. Mein zweiter Versuch war es, die Tastatursteuerung auf den Steam Controller zu legen. Leider geht die Analogsteuerung des Thumbsticks dadurch verloren und am Bildschirm werden keine Controllertasten mehr angezeigt. Man muss sich also genau merken, welche Tasten man auf welchen Knopf des Controllers gelegt hat. Letzendlich war Alien: Isolation dann zwar spielbar, nach dem langen Herumprobieren hatte ich aber die Lust am eigentlichen Spiel verloren.

  • The Binding of Isaac: Rebirth und Rocket League: Diese beiden Spiele funktionierten ohne jegliche Probleme mit dem Steam Controller. Für The Binding of Isaac sind neben ein paar Tasten eigentlich nur der Analogstick und die ABXY-Tasten nötig, wodurch die Touchpads praktisch gar nicht zur Anwendung kommen. Bei Rocket League ist die Kamerasteuerung (zumindest auf niedrigem Spielniveau) nicht wirklich notwendig, weshalb man auch hier sehr gut mit dem Thumbstick und den gewöhnlichen Controllertasten auskommt.
Insgesamt hat der Steam Controller bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Mit der richtigen Konfiguration und genügend Übung lässt sich damit fast jedes Spiel spielen, was schon eine herausragende Leistung von Valve ist. Leider ist das Einstellen und Teilen der Steuerungsprofile aktuell noch etwas schwierig und teilweise fehlerhaft. Für die Steam Client-Beta erscheinen aber fast täglich Updates mit Bugfixes oder neuen Funktionen, ich hoffe daher, dass dies in Zukunft noch verbessert wird. Vorerst werde ich den Steam Controller wohl nur selten benutzen, da ich keinen Grund habe, auf Maus und Tastatur zu verzichten. Für die wenigen Spiele, die ich bisher mit dem Xbox-360-Gamepad gespielt habe, werde ich aber auf den Controller von Valve umsteigen und bin auf die weitere Entwicklung gespannt.
pyth
HLP - Redakteur
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Erstes Feedback zum Steam Controller

10.11.2015 | 19:59 Uhr
Der Steam Controller ist nun seit knapp vier Wochen in meinem Besitz und ich habe die ersten Gehversuche mit dem neuartigen Gamepad gemacht. Das wichtigste für mich war die Implementierung der Trackpads und da wurde ich nicht enttäuscht! Ich denke, dass dieses Steuerungskonzept den vorherrschenden Analogsticks in den meisten - wenn nicht allen - Anwendungsfällen überlegen ist. Das schreibe ich als jemand, der die Steuerung per Analogstick gewöhnt ist und damit auch schon den ein oder anderen Shooter gespielt hat. Das Trackpad bietet einfach eine deutlich höhere Präzision. Die verbesserten Trigger und Grifftasten kann ich ebenfalls nur begrüßen. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass in Zukunft weitere Controller dieser Art erscheinen werden. Meine bisherigen Tests waren eher kurz, umfassten aber eine Reihe von Genres: Von Counter-Strike über Super Mario World bis hin zu Civilizations V war alles dabei. Ist der Controller richtig konfiguriert, kann man praktisch jedes Spiel gut spielen.

Das Konfigurieren kann allerdings viel Zeit in Anspruch nehmen, insbesondere bei Spielen, die von Haus aus gar keine Controller-Unterstützung bieten. In dem Fall muss erst in den Spieloptionen die Tastaturbelegung konsultiert werden und anschließend der Controller auf genau diese Tasten gemappt werden. Probleme bei der Erkennung der Eingabe oder der Belegung der Tasten hatte ich so gut wie nie. Nur bei einem Emulator wurden die Touchpads des Controllers nicht als Analogsticks erkannt, obwohl dies in den Steam Controller-Optionen so eingestellt war - also eher ein exotischer Sonderfall. Für die Gamer-Riege, die es richtig ernst meint, wird der Controller sicherlich keine Alternative sein. Die Maus ist dem Pad mit ihrer hohen Bewegungsfreiheit überlegen und ist einfach das, über Jahrzehnte gelernte, Eingabegerät der PC-Spieler. Mal sehen, wie sich die mit Touch-Oberflächen heranwachsende Jugend dazu in ein paar Jahren entscheiden wird.

Die Verarbeitung des Controllers würde ich als gut bewerten. Er ist leicht, es wackelt nichts und die Bedienelemente sprechen sehr exakt an. Die Haptik der Trackpads ist großartig. Mir gefallen die Druckpunkte und Klickgeräusche meines Xbox 360-Controllers zwar etwas besser und das „Rattern“ des Trackpads in bestimmten Modi sowie der An-/Aus-Ton ist für meinen Geschmack zu laut, ich bin mir aber sicher, dass sich zumindest ersteres auch umstellen lässt. Ihre Stärken ausspielen kann die ausgezeichnete Hardware des Controllers insbesondere dank der umfassenden Konfigurationsmöglichkeiten. Valve hat so ziemlich alle denkbaren Bedienungsszenarien abgedeckt und lässt den Nutzer alles einstellen. Mein persönliches Highlight ist dabei die Maussteuerung auf dem Windows-Desktop, die bei Einstecken des Controllers sofort einsatzbereit ist. Nichts ist schlimmer als während einer „Living Room Session“ auf Maus und Tastatur wechseln zu müssen.

Die Freiheit hat aber auch ihre Nachteile: Man wird bei jedem Spiel, das man zum ersten Mal startet, zunächst vor die Entscheidung gestellt, wie man es steuern möchte, auch bei XInput-Spielen. Ich denke, dass man hier die Geduld des Durchschnittsspielers etwas überstrapaziert, ohne dass es notwendig wäre. Ist XInput möglich, sollte dies standardmäßig aktiviert sein und ansonsten sollte das beliebteste Community-Profil zugewiesen werden. Des Weiteren ist die Steuerung im Big Picture-Modus meiner Meinung nach noch etwas ungeschickt umgesetzt. Erst steuert man per Analogstick und Tastenfeld, dann wieder über Trackpad und Trigger. Man sollte dort einfach sowohl per Trackpad als auch per Analogstick steuern können, so machen es die Konsolen auch. Was die Community-Vorlagen der Spiele angeht, bin ich zuversichtlich, dass schon bald der größte Teil an Spielen mit guten Konfigurationen ausgestattet sein wird. Vielleicht werden einige Steam Controller-Besitzer einen Sport daraus machen, möglichst viele Spiele zu konfigurieren. Bedenken habe ich eher, dass ein Dschungel an Konfigurationen entstehen wird, die keiner einheitlichen Benennung und Beschreibung folgen und es somit aufwändig wird, die gewünschte Einstellung zu finden. An dieser Stelle müsste noch etwas an Komplexität herausgenommen werden. Wer den PC ins Wohnzimmer verfrachten will, muss dabei auch an den Wohnzimmerspieler denken.
Dienstbier
HLP - Redakteur
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50 Stunden mit dem Steam Controller

10.11.2015 | 19:59 Uhr
Seit gut drei Wochen habe ich den Steam Controller, dieses seltsam aussehende Gamepad das Valve vor über zwei Jahren angekündigt hat. Wird es den Erwartungen gerecht? Konnte Valve seine Versprechen halten? Die Fragen will ich weiter unten beantworten, doch zuerst möchte ich einfach teilen, was ich in den rund 50 Stunden, die ich mit dem Gerät verbracht habe, für Erfahrungen gemacht habe. Kein Review, keine Wertung, einfach Fakten und Details, unsortiert und ungefiltert.

Als kurze Einleitung noch ein paar Details über mich als Spielertyp, damit ihr diese Informationen in einen gewissen Kontext setzen könnt: Ich bin ein PC-Gamer durch und durch. Ich hatte in meinem Leben drei Konsolen, einen Nintendo, eine Playstation 1 und eine Wii. Doch am Ende des Tages bin ich immer wieder zum PC zurück gekehrt. Kann der Steam Controller nun aus mir einen "Couchgamer" machen? Vielleicht...
  • Als ich ihn ausgepackt hab war meine erste Reaktion, dass er viel kleiner war als erwartet. Nicht weil er tatsächlich klein ist, aber weil ich mir überhaupt keine Gedanken über die Größe gemacht habe, dafür aber immer alle Fotos bildschirmfüllend angeschaut habe. Lustig wie man das Unterbewusstsein täuschen kann.

  • Als jemand der keine anderen Gamepads gewohnt ist, habe ich wohl einen gewissen Startvorteil, da ich mich nicht umgewöhnen musste. Für mich (durchschnittlich große Hände) liegt er perfekt in der Hand, alle Tasten lassen sich gut erreichen und alles fühlt sich solide an.

  • Gut, eine Schönheit ist er nicht, nach knapp einem Monat wirkt er aber nicht mehr fremd. Die Kritik am Klavierlack kann ich hingegen auch nach wochenlangem Dauereinsatz nicht nachvollziehen. Sieht okay aus und ist weder verschmiert noch fettig. Wie wär's mal mit Hände waschen?

  • Das haptische Feedback funktioniert und macht den Job den es soll, ist aber anders als ich es mir vorgestellt habe. Vor allem ist es laut, speziell auf der höchsten Stufe. Ungefähr eine Woche hat es gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe.

  • Ich hab mich dazu entschlossen meine Eneloop-Akkus zu verwenden und nicht die beigelegten Duracell-Batterien. Offenbar sind diese um einen Bruchteil eines Millimeters größer als normale Batterien und das Batteriefach hat praktisch kein Spiel. Trotz Batterieauswurftaste muss ich mich deshalb unnötig stark bemühen um sie rauszubekommen, vor allem auf der rechten Seite.

  • Glücklicherweise kommt das nicht allzu oft vor, denn das Ding ist ein Stromsparwunder. Nach 50 Stunden noch 27% Ladestatus und das bei nur 2000 mAh. Allerdings fällt die Batterienazeige nun ziemlich schnell in den letzten Tagen, was wohl an der niedrigen Spannung von nur 1,2 Volt liegen dürfte. Die Angabe von 80 Stunden für die Duracell-Batterien wirkt deshalb absolut realistisch.
Zitat:
Beim Kauf des Steam Controllers erhält man nur das halbe Produkt zugeschickt.

Zwar ist seit langem bekannt, dass die Software eine maßgebliche Rolle spielt und dass man Konfigurationen mit der Communtiy teilen kann, so richtig verstehen tut man das aber erst, wenn man es selbst benutzt hat. Wirklich alles ist modifizierbar, jede Taste kann nicht nur belegt werden, man kann auch einstellen wie sie sich verhält.

Nur ein Beispiel: Man will in einem Spiel mit dem Trackpad rein und rauszoomen, auf der Tastatur erledigt man das mit den Pfeiltasten. Natürlich könnte man nun einfach die Pfeiltasten auf die obere und untere Seite des Trackpads legen und es würde funktionieren. Noch viel besser funktioniert aber, wenn man das Ganze so modifiziert, dass es wie ein Rad funktioniert. Mit dem Daumen drehe ich nun mit oder gegen den Uhrzeigersinn und meine Bewegung wird direkt ins Spiel übertragen, als würde eine physische Verbindung zwischen mir und dem Spiel bestehen.


Kommen wir nun zu konkreten Spielen die ich ausprobiert habe. Gleich eines vorweg: Ich vergleiche das Gamepad nun nicht mit Maus und Tastatur, das wäre Unsinn. Die Frage die ich mir stelle und sogleich beantworte sind: Funktioniert es mit dem Steam Controller gut genug, dass es nicht nur spielbar ist, sondern auch Spaß macht?
  • Planetbase: Dabei handelt es sich um eine ruhige Aufbau-Simulation (wie Banished am Mars), die ich gerade zu Spielen begonnen hab, als der Steam Controller eintraf. Lustigerweise ist es wohl auch das Spiel, das am besten mit dem Steam Controller funktionierte, nämlich mehr oder weniger perfekt. Alle wichtigen Funktionen lassen sich auf Tasten legen, man kann die Gebäude ohne Probleme platzieren und gemütlich vor sich hinbauen.

  • Dota 2: Nope.

  • Portal: Es war schon Jahre her, dass ich Portal mal wieder komplett durchgespielt habe, also bot es sich an. Und es funktionierte hervorragend, selbst die Abschnitte in denen man durch die Gegend fliegt und währenddessen neue Portale setzen muss, klappten ohne Probleme.

  • Portal 2: Wenig überraschend ist es auch beim Sequel nicht anders, wobei ich da nur ein paar Kapitel gespielt habe. Ich erwähne es trotzdem, weil ich mit Portal 2 erstmals begonnen habe mit dem Gyroskop zu experimentieren. Der Steam Controller enthält ja auch eine IMU (Bewegungssensor) und auch diese lässt sich für alle möglichen Einsatzzwecke modifizieren. Damit ist es möglich die Sensitivität des rechten Trackpads hinauf zu setzen um sich ohne Absetzen des Daumens komplett drehen zu können, während man durch leichtes Schwenken und Kippen des Gamepads das Fadenkreuz exakt dorthin bringt, wo man es haben will.

  • Left 4 Dead 2: In den letzten Tagen habe ich zusammen mit meinem Redakteurskollegen pyth ein paar Kampagnen in Valve's Zombie-Shooter gespielt. Wir waren beide mit dem Steam Controller bewaffnet und haben uns für den Schwierigkeitsgrad Advanced geeinigt, was auch recht gut funktionierte. (Außer die eine verflixte Stelle in Death Toll, aber da hingen wir auch schon davor mit Maus und Tastatur!) Left 4 Dead 2 war der erste richtige Ego-Shooter den ich mit dem Controller (oder überhaupt mit irgendeinem Gamepad) gespielt habe. Und hier gebe ich auch als PC-Gamer durchaus zu, dass es einen gewissen Reiz hat einen Trigger zu drücken um zu schießen und damit quasi das Ziehen eines Abzugs nachzuahmen. Und dass ein Thumbstick zum Laufen schlicht besser ist als WASD ist ein offenes Geheimnis, das Problem war immer der zweite Stick zum Zielen. Das Trackpad löst das Problem und plötzlich macht mir ein Shooter mit dem Gamepad Spaß!

    Wie auch schon bei Portal 2 kam übrigens auch hier wieder der Gyro zum Einsatz um das Zielen zu unterstützen. Ein besonderes Highlight: Bei den stationären Maschinengewehren nimmt man den Daumen komplett vom Trackpad und zielt nur indem man das Gamepad schwenkt, man macht damit dieselbe Bewegung als würde man wirklich eine Minigun halten. Trotzdem muss man natürlich sagen, dass man sicher nicht dieselbe Leistung bringt wie mit Maus und Tastatur. Das merkt man vor allem bei kritischen Momenten (beim Kampf mit dem Tank etwa oder bei besonders vielen Zombies), wo man nicht ganz so agil ist. Kompetitive Spielmodi würde ich damit eher meiden, für Coop mit Freunden aber großartig.

  • Half-Life 2: Lost Coast: Das klappte nicht ganz so gut wie Left 4 Dead, vor allem weil dort die Gegner auch zurück schießen. Zwar konnte ich es ohne große Probleme meistern, es fühlte sich aber nicht wirklich gut an. Das eine Level war aber auch zu kurz um sich wirklich mit den Einstellungen vertraut zu machen, hier steht das Urteil noch aus.

  • Star Wars Jedi Knight 2: Outcast: Eines meiner absoluten Lieblingsspiele wurde leider zur einzigen richtigen Enttäuschung die ich mit dem Steam Controller erlebte. Wer es kennt: Der erste Teil spielt sich wie ein normaler Egoshooter und das klappte auch ganz okay, etwas später bekommt man aber sein Lichtschwert und steuert den Charakter dann in der Third Person-Ansicht. Damit kam ich irgendwie gar nicht klar. Statt die Stormtrooper gekonnt ins Jenseits zu befördern, stolperte ich die meiste Zeit nur herum und attackierte die Wand. Das hat mich leider so frustriert, dass ich seitdem nicht weiter gespielt habe. Auch die Tastenbelegung der vielen verschiedenen Macht-Optionen ist eine Herausforderung.

  • Kerbal Space Program: Das klappte dafür viel viel besser. Man ist zwar beim Bauen der Raketen nicht ganz so schnell wie mit der Maus, es funktioniert aber ohne viel Mühe. Die Steuerung der Raketen und Spaceplanes ist intuitiv und die Entwickler, die eine offizielle Konfiguration bereit gestellt haben, nutzen auch das Ghosting-Feature. Dabei wird ein kleines Overlay eingeblendet aus dem man mit den Trackpads zusätzliche Tasten auswählen kann.

All die erwähnte Spiele haben gemein, dass sie primär PC-Titel sind. Um zu testen ob der Steam Controller auch als guter Ersatz für ein Xbox-Gamepad funktioniert, habe ich PES 2015 installiert, mein erstes Fußballspiel auf der Konsole seit Fifa 2000 auf der PS1. Ebenfalls zum Test herangezogen habe ich Duck Tales, das ich zufällig noch installiert hatte. Mein Fazit: Beides funktionierte wie es sollte und es macht auf mich den Eindruck, als könnte es ein Xbox-Gamepad komplett ersetzen.

Doch zurück zu den ganz zu Beginn gestellten Fragen: Wird er den Erwartungen gerecht und konnte Valve seine Versprechen halten? Und vielleicht noch eine zusätzliche: Würde ich eine Kaufempfehlung aussprechen? Ja, Ja, Jein.

Der Controller ist in etwa so wie ich ihn erwartet habe. Natürlich nicht in allen Bereichen, wie beschrieben hatte ich mir das haptische Feedback anders vorgestellt, umgekehrt ist die Software-Komponente soviel mächtiger und beeindruckender als ich je erträumt hätte. Das Konzept das Valve vor zwei Jahren angekündigt hat funktioniert grundsätzlich, klassische PC-Spiele funktionieren mit einem Gamepad und das gut genug, dass sie Spaß machen. Nicht alle, nicht alles zu 100% perfekt, aber insgesamt funktioniert es. Trotzdem ist der Steam Controller nicht für jeden. Die Tatsache dass PC-Games mit einem Gamepad gut spielbar sind heißt nicht automatisch, dass das auch jeder tun möchte.

Obwohl ich ihn mag und auch in Zukunft verwenden werde, als klassischer PC-Gamer werde ich am Ende des Tages die meiste Zeit doch wieder vor Maus und Tastatur verbringen. Falls das bei dir auch so ist, musst du dich fragen ob es dir das Geld trotzdem wert ist. Falls du aber tatsächlich zum Großteil auf der Couch spielst und dort auch wirklich PC-Titel zocken möchtest dann lautet meine Empfehlung schlicht und einfach: Ja. Kauf ihn, er funktioniert wirklich. Oh, und Hände waschen.
Trineas
HLP - Chef-Redakteur
offline
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