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Kolumne

Steam und der Weekend Deal

17.04.2009 | 21:34 Uhr | von mo2
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Seite 1 | 11 Kommentare
   
Steam und der Weekend Deal Die Zeiten, in denen Steam nur dem Kopierschutz dienen sollte, sind lange vorbei. Wie sich vor Kurzem bestätigte, hat sich Steam zur größten Verkaufsplattform für Computerspiele im Internet entwickelt. Die Gründe dafür sind vielfältig, sonst wäre der Erfolg der Onlineplattform mit ziemlicher Sicherheit nicht so groß.

Ein Phänomen, das bei Steam immer häufiger auftritt, ist der sogenannte "Weekend Deal". Dabei wird ein Spiel über Steam im Zeitraum von einem Wochenende zu einem ermäßigten Preis angeboten. In den Anfängen nutze Valve diese Methode, um auf hauseigene Spiele wie Team Fortress 2 bzw. die Orange Box aufmerksam zu machen. Um den Kunden die Entscheidung zu erleichtern, ob das Spiel auch wirklich sein Geld wert ist, wurde gleichzeitig ein "Free Weekend" gestartet. Dabei bekommen alle Steam-Nutzer die Möglichkeit, das entsprechende Spiel am "freien Wochenende" kostenlos herunterzuladen und im vollen Umfang testweise zu spielen. Diese neuartige Vermarktungsmethode wird erst durch eine Plattform wie Steam ermöglicht und findet sehr großen Anklang in der Community. Valve erkannte das Potenzial in den "Wochenend-Aktionen" und weitete schon bald darauf sein Angebot von Spielen aus. Heutzutage nutzen viele namhafte Publisher wie Ubisoft, EA oder Epic Games Steam als Verkaufsfläche für ihre Spiele, da erscheint es doch naheliegend, dass ähnliche "Weekend Deals" auch für Spiele von diesen Publishern angeboten werden.

Auf den ersten Blick scheint es keinerlei Nachteile für die Nutzer von Steam bei solchen Angeboten zu geben. Dass es jedoch auch ganz anders laufen kann, zeigte sich vor kurzem bei "Unreal Tournament 3". Es fing alles an mit einer großen Ankündigung des besonderen Wochenend-Angebots über Steam. Demnach sollte das Spiel in einer neuen Edition "Black" erscheinen, im Preis vergünstigt werden und auch kostenfrei angetestet werden können. Der Jubel in der Community war selbstverständlich groß, so ist "Unreal Tournament 3" doch einer der meistgespielten Titel in der letzten Zeit und besitzt auch einen entsprechend große Fangemeinde. Das Fiasko folgte freitags. Wie immer startete das "Free Weekend" pünktlich zum Freitagabend und Tausende von Spielern begannen, das Spiel herunterzuladen. Bereits nach wenigen Stunden wurden erste Beschwerden im offiziellen Steam-Forum laut, dass die Download-Geschwindigkeit sehr niedrig sei und der Download mehrfach abbreche. Die Probleme dauerten an... und endeten erst am Sonntagabend, als das "freie Wochenende" beendet war.

Das bittere Fazit am Ende: nur ein Bruchteil der Nutzer konnte den Titel vollständig herunterladen, bevor die freie Zeit zum Spielen zuende war. Valve äußerte sich zuerst nicht zu diesem Problem und viele Kunden waren sehr verärgert wegen des rundum misslungenen Wochenendes.
Neben allen "Testspielern" waren auch diejenigen auf der Strecke geblieben, die sich das Spiel bereits vorher gekauft hatten. Diese schauten ebenfalls das ganze Wochenende auf eine langsam fortschreitende Downloadanzeige. Es vergingen zwei Tage, in denen dem Frust vieler verärgerter Nutzer im Steam-Forum Luft gemacht wurde, bis es neues seitens Valve gab. Auf der Startseite von Steam erschien ein neuer Werbebanner, demnach der "Weekend Deal" wiederholt werden sollte. Um die Downloadressourcen besser zu verteilen und eine gute Verbindung zu gewährleisten, konnte das Spiel bereits einige Tage vorher heruntergeladen werden. Der zweite Anlauf funktionierte deutlich besser und die Rückmeldungen der Community klangen deutlich positiver als in der Woche zuvor.

Ob die Downloadschwierigkeiten ein Zeichen der Kapazitätsgrenzen von Steam waren, weiß niemand außer Valve. Dieses Wissen wird aber sicherlich verwendet, um zukünftigen Problemen vorzubeugen. Denn in Zukunft wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder derartige Angebote geben. Bereits am vergangenen Wochenende wurde ein "Weekend Deal" vom Publisher Ubisoft gestartet, bei dem es erneut vier Spiele zum Sonderpreis zu kaufen gab. Ob Valve aus den Ereignissen, die bei "Unreal Tournament 3" auftraten, gelernt hat, wird sich zeigen. Verhindern lassen sich derartige Vorfälle aber auf viele Wege. So könnte, wie beim zweiten Anlauf umgesetzt, der Download bereits einige Tage vor dem Wochenende gestartet werden. Andererseits bestände sicherlich die Möglichkeit, eine abgespeckte Version des Spiels zur Verfügung zu stellen, die das Spielen ermöglicht, aber auf downloadintensive Datenmengen verzichtet. Welche Methode umgesetzt wird, liegt beim jeweiligen Publisher und Steam, es wird aber sicherlich viele Bemühungen geben, um den "Weekend Deal" so attraktiv wie möglich zu gestalten und erneute Ausfälle zu vermeiden.

Rabatte sind ohne Zweifel etwas Gutes. Man spart Geld und die Entscheidung zum Kauf wird erleichtert. Doch wie viel Wert ist eigentlich eine Rabattaktion, wenn sie zur Regel wird? Da sich solche Aktionen in immer kürzeren Abständen wiederholen, lässt der Reiz schnell nach. Früher war ein Preisnachlass etwas Besonderes, heutzutage kann man sich schon frühzeitig auf die nächste Rabattaktion einstellen. Glaubt wirklich noch jemand, dass es "20% auf alles" gibt und man dabei noch Geld spart? Egal wo man sich umschaut, überall kann man angeblich noch etwas einsparen. Dass niemand etwas zu verschenken hat und dem Preisnachlass oftmals eine Preiserhöhung vorausgegangen ist, wird schnell vergessen. Auch wenn dies bei Steam nicht der Fall sein sollte, verliert man bei der Menge der Produkte und Angebote schnell den Preisüberlick.

Ob man auf Rabatte, auch bei Steam, auf Dauer noch aufmerksam wird, kann man schlecht sagen. Die Gefahr besteht jedoch, dass man bei dem Ausmaß irgendwann abstumpft und solche Angebote eher das Gegenteil bewirken: Der Anreiz zum Kauf geht verloren, selbst wenn mit Angeboten geworben wird.

von mo2

   
 
   
Links:
- Website von Steam

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