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Entwickler

Wirtschaftsmagazin interviewt Gabe Newell

01.05.2012 | 11:56 Uhr | von Trineas
5.874 Hits
7 Kommentare
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Seit gut einer Woche geistert das Handbuch für neue Valve-Mitarbeiter durch das Internet. Doch nicht nur Spieleseiten berichten über die Einführung in eine Welt ohne Hierarchien, auch Mainstream-Medien haben von dem Guide Wind bekommen. Das in New York ansässige renommierte Wirtschaftsmagazin Bloomberg Businessweek bat Valve-Gründer Gabe Newell zum Interview. Wie immer haben wir für euch die interessantesten Details daraus auf Deutsch zusammengefasst:

  • Die unkonventionelle Unternehmensstruktur entstand aus rein praktischen Gründen. Man dachte darüber nach, worin die Firma gut sein müsste - nämlich Dinge zu erstellen die bisher noch nicht existierten - und erkannte, dass Manager nur gut darin sind, Prozesse zu institutionalisieren.
  • Auch wenn id Software nicht dieselbe Arbeitsweise hat, war es für Valve indirekt ein Vorbild. Als Newell noch bei Microsoft arbeitete, gab es die Angst, dass die Käufer eines neuen PCs das vorinstallierte Windows löschen und stattdessen MS-DOS aufspielen würden. Aus diesem Grund machte man eine "richtig teure Studie", die herausfinden sollte, was auf den Computern wirklich läuft.
  • Die gute Nachricht aus seiner damaligen Perspektive: 20 Millionen Leute in den USA nutzten bereits Windows. Doch damit war es nur die am zweithäufigsten installierte Software. Auf Platz eins kam nämlich ein Spiel namens Doom. Während Microsoft damals allein für den Verkauf bereits 500 Leute einstellte, wurde es von einem zwölfköpfigen Entwicklerteam in Texas geschlagen.
  • Aus diesem Grund gibt es auch bei Valve keine traditionelle Marketing- oder Verkaufsorganisation, jeder Mitarbeiter hat die Aufgabe, selbst darüber nachzudenken, das beste für den Kunden herauszuholen.
  • Und das sei effizienter? Man braucht die richtigen Leute, antwortet Gabe Newell. Er nennt als Beispiel Jeremy Bennett, der an Filmen wie Der Herr der Ringe und King Kong gearbeitet hat und unglaublich gut sei. Wenn er bei Valve arbeitet, gibt es keinen Overhead, er muss zu keinen Meetings gehen und es gibt keine PR-Agentur, die zwischen ihm und den Kunden sitzt. Man sei deshalb effizienter, dabei von seinem Können zu profitieren.
  • Im Schnitt dauert es sechs Monate, bis sich die neuen Mitarbeiter an das Konzept gewöhnt haben. Besonders schwer tun sich vor allem Leute aus der Filmindustrie. Dort macht man sich nämlich etwa einen Namen als jemand, der hervorragend darin ist, die Mäuler von Tieren in Filmen zu animieren. So jemand braucht eine Weile bis er begreift, dass er bei Valve nicht mehr ausschließlich nur Mäuler animieren muss.
  • Wie im Handbuch erwähnt, gibt es aber auch Schattenseiten. Wenn jemand Mist baut, dauert es eine Weile bis das bemerkt wird. Bei der Entwicklung von Half-Life 2 hat ein Mitarbeiter eine Reihe wirklich schlechter Entscheidungen getroffen. Es gab kein Kontrollsystem und es dauerte deshalb sechs Monate, um es zu bemerken und führte dazu, dass alle im Team einen Haufen zusätzlicher Arbeit machen mussten.
Gabe Newell stellt in dem Interview auch klar, dass das Handbuch nicht "geleakt" sei, wie manche Medien fälschlicherweise behaupten. Wie auch das Half-Life Portal berichtet hat, wurde das PDF von Valve-Mitarbeiter Greg Coomer auf Anfrage an einen Fan geschickt. "Ganz plötzlich wurde es dann online gepostet", meint der Valve-Gründer. Wirklich überrascht dürfte ihn das aber nicht haben und nachdem Valve in den letzten Jahren die vielen Berichte und eigenen Aussagen zur besonderen Philosophie des Entwicklungsstudios auch gerne dazu genutzt hat, um neue Mitarbeiter anzuwerben, könnte das Ganze auch durchaus mit Kalkül erfolgt sein.

Kommentare (7)
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# 1
King2500
ON
Das PDF liegt inzwischen auch ganz offiziell auf den Valve Webservern (siehe Blog von Michael Abrash).
Post 01.05.2012, 13:20 Uhr
# 2
nermink
ON
Ich hoffe wirklich, dass der Abgang von Horsfield keine zu großen Löcher hinterlassen hat und Valve noch weitere fähige Entwickler hat um solche spektakulären Cinematic Physics in die Spiele einzubauen.

Außerdem frage ich mich, ob es jemals wieder möglich sein wird, etwas wie das, was mit Doom möglich war, zu wiederholen.
Post 01.05.2012, 13:56 Uhr
# 3
Trineas
ON
Zitat:
Original von DiePoente

Ich hoffe wirklich, dass der Abgang von Horsfield keine zu großen Löcher hinterlassen hat und Valve noch weitere fähige Entwickler hat um solche spektakulären Cinematic Physics in die Spiele einzubauen.


Naja, im Grunde kann das ja jeder Animator. Auch wenn ein Talent wie Horsfield sicher abgehen wird, glaube ich nicht, dass es deshalb in künftigen Valve-Titeln keine solche Special Effects mehr geben wird. Und Valve stellt ja laufend neue Leute ein, etwa erst vor wenigen Tagen Cameron Fielding, der zuvor bei Industrial Light and Magic und Dreamworks gearbeitet hat. Und wer weiß, vielleicht kommt Horsfield ja zurück, wenn er mit The Hobbit fertig ist...
Post 01.05.2012, 14:03 Uhr
# 4
B1ackS0ul
ON
Zitat:
Original von DiePoente

Ich hoffe wirklich, dass der Abgang von Horsfield keine zu großen Löcher hinterlassen hat und Valve noch weitere fähige Entwickler hat um solche spektakulären Cinematic Physics in die Spiele einzubauen.


Ich schätze mal, dass die Valve Mitarbeiter auch unter einander lernen werden. Horsfield wird bestimmt nicht all sein Wissen nur für sich behalten haben, sondern hat vielleicht auch mal so ein paar kleine Kurse für ein paar Leute gegeben. Deswegen denke ich nicht, dass so eine große Lücke entstehen wird.
Post 01.05.2012, 14:12 Uhr
# 5
nermink
ON
Zitat:
Original von Trineas

Zitat:
Original von DiePoente

Ich hoffe wirklich, dass der Abgang von Horsfield keine zu großen Löcher hinterlassen hat und Valve noch weitere fähige Entwickler hat um solche spektakulären Cinematic Physics in die Spiele einzubauen.


Naja, im Grunde kann das ja jeder Animator. Auch wenn ein Talent wie Horsfield sicher abgehen wird, glaube ich nicht, dass es deshalb in künftigen Valve-Titeln keine solche Special Effects mehr geben wird. Und Valve stellt ja laufend neue Leute ein, etwa erst vor wenigen Tagen Cameron Fielding, der zuvor bei Industrial Light and Magic und Dreamworks gearbeitet hat. Und wer weiß, vielleicht kommt Horsfield ja zurück, wenn er mit The Hobbit fertig ist...


Ach, deswegen ist er gegangen? Nun ja, das erklärt wohl alles. Schließlich hat Peter Jackson das fast genau selbe Team wie damals bei Herr der Ringe zusammengetrommelt. Wär Spitze, wenn er danach wieder zurückkommen würde.
Post 01.05.2012, 14:16 Uhr
# 6
FireStar
ON
Zum letzten Punkt, ist denn bekannt, was da bei HL2 schief lief?
Post 01.05.2012, 20:39 Uhr
# 7
Trineas
ON
Zitat:
Original von FireStar

Zum letzten Punkt, ist denn bekannt, was da bei HL2 schief lief?


Nein, gibt keine Details dazu. Rein vom Gefühl her denke ich, dass es dabei eher um etwas im Hintergrund geht und nichts direkt offensichtliches wie einen Gegner, ein Level oder ähnliches. Also beispielsweise, dass jemand rumgetrickst hat um eine Limitierung im Code zu umgehen, statt sie korrekt zu beheben und als dann andere auch in den Bereich vorgestoßen sind, hatten sie ständig mit der Limitierung zu kämpfen und mussten dann nachträglich einiges ändern, was deutlich aufwändiger war als es gleich richtig zu machen. Also das ist jetzt frei erfunden aber ich denke in die Richtung dürfte es gegangen sein.
Post 01.05.2012, 20:54 Uhr


Seiten (1):  [1]


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