Ein paar Stunden früher als üblich, hat Valve auch diesen Freitagabend wieder eine neue Mutation veröffentlicht, welche auf den Namen "Gib Fest!" hört. In dieser Modifikation des Coop-Modus tragen alle Spieler ein M60-Maschinengewehr mit sich und verfügen über einen unerschöpflichen Vorrat an Munition. Zusammen mit dem vorübergehend verfügbaren Spielmodus kommt wie immer auch eine neue Ingame-Umfrage.
Doch zunächst zu den Ergebnissen der Umfrage von letzter Woche. Wir erinnern uns: Valve fragte uns, was wir im Falle einer wirklichen Zombie-Apokalypse mit auf eine (womöglich) einsame Insel mitnehmen würden. Mit satten 56% entschied sich die absolute Mehrheit für eine weibliche Begleitung und stimmte für Zoey ab. Immerhin noch 22% waren der Meinung, eine Schrotflinte sei die sinnvollste Option. Ein relativ kleiner, aber dennoch erschreckend großer Anteil der Spieler hält es offenbar für eine gute Idee, einen Defibrillator mit auf eine einsame Insel zu nehmen...
Mit der neuen Umfrage möchte Valve wieder Feedback zu den Mutationen sammeln und fragt deshalb: "Wenn du eine Mutation einmal nicht spielst, aus welchem Grund tust du es dann?" Neben den Antwortmöglichkeiten "Aus Mangel an Interesse" und "Mir gefallen die anderen Spielmodi" kann sich der Spieler entscheiden, ob ihm die Mutationen als "Zu einfach", "Zu schwierig" oder "Zu verspielt" erscheinen. Für alle anderen Gründe gibt es die Option "Keines der genannten".
Neben der aktuellen Mutation wurde übrigens auch ein Mini-Update für den Zombie-Shooter veröffentlicht, welches die Lokalisierung des Spiels verbessern und auf den aktuellen Stand bringen soll. Die Änderungen befinden sich allerdings nur auf Text-Basis, die längst überfälligen deutschen Stimmen zur DLC-Kampagne "The Passing" sind nicht enthalten.
Den Namen der kommenden Mutation gibt Valve wie immer ganz am Ende des Blogeintrags bekannt: "Iron Man" soll sie heißen, genaueres wird an dieser Stelle allerdings noch nicht verraten.
Im offiziellen Blog zum Zombie-Shooter Left 4 Dead hat Valve-Mitarbeiter Charlie Burgin einen ersten Rückblick auf die bisherigen zwölf Mutationen veröffentlicht. Darin geht er auf die Grundidee der Mutationen und vor allem auf statistische Aspekte ein. Im Folgenden findet ihr eine Zusammenfassung der genannten Fakten.
Der Gedanke hinter den Mutationen war laut Burgin ein recht simpler: Left 4 Dead 2 wird von sehr unterschiedlichen Spielertypen gespielt, so gibt es etwa die Hardcore-Gamer, die mit über 300 Stunden Spielzeit jeden Winkel des Spiels auswendig kennen, oder etwa die Casual-Gamer, die sich gelegentlich mit Freunden zum Spielen verabreden. Durch die wöchentliche Modifikation der Spielregeln konnte Valve mit dem Gameplay experimentieren und den Spielern einen völlig neuen Eindruck des Shooters vermitteln.
Bevor es die Mutationen gab, leisteten sich die Spielmodi Coop und Versus mit jeweils 40-45% der Spieler täglich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, während die restlichen 15-20% der Spieler ihre Zeit mit Survival, Realism und Scavenge vertrieb. Die Entscheidung "Realism Versus" fest in den Zombie-Shooter zu integrieren, war deshalb eine leichte: Die Mutation wurde von 41% der Spieler ausprobiert und erhielt ganze 22% der Spielzeit in jener Woche. Das recht ähnliche "Versus Survival" Wurde hingegen nur von jedem vierten Spieler ausprobiert und erreichte gerade einmal 4% der Gesamtspielzeit.
Ebenfalls sehr erfolgreich wurde "Chainsaw Massacre", welches mit über 52% der Spieler die am häufigsten getestete Mutation ist. Mit knapp 14% der Spielzeit liegt sie außerdem auf dem zweiten Platz der meistgespielten Mutationen. Die Ergebnisse der Umfragen zur Wiederwahl wurden durch die Spieler-Statistik schon bald vorhersehbar: Die meistgespiele Mutation war auch stets die meistgewählte. Im Folgenden die Top 3 der bisher veröffentlichten Mutationen:
Top 3, basierend auf Anzahl der Spieler
52% Chainsaw Massacre
45% Last Man On Earth
41% Realism Versus
Top 3, basierend auf wöchentlicher Spielzeit
22% Realism Versus
14% Chainsaw Massacre
12% Last Gnome on Earth
Besondere Erwähnung erhält die Mutation "Hard Eight", die zwar nur von 26% aller Spieler getestet wurde, dafür allerdings ganze 12% der Spielzeit ausmachen konnte. Offenbar ist die Mutation bei den wenigen Spielern, die sie überhaupt gespielt haben, vergleichsweise gut angekommen. Damit haben andere Spieler, die der Mutation erst gar keine Chance gaben, womöglich etwas verpasst. Mit diesem Beispiel fordert Valve die Spieler ausdrücklich dazu auf, Mutationen zunächst zu testen, bevor sie sich eine Meinung darüber bilden.
Abschließend bleibt zu sagen, dass Valve sowohl die Mutationen als auch die Ingame-Umfrage insgesamt als großen Erfolg ansieht und darin nach eigener Aussage einen tollen Weg gefunden hat, Feedback von der Community zu erhalten. Für die Zukunft verspricht der Entwickler weitere Mutationen, darunter auch alte Bekannte mit kleineren Anpassungen. Wir bleiben gespannt und wünschen viel Spaß mit der aktuellen Mutation "Gib Fest!".
In den letzten Wochen häufen sich Meldungen in diversen Foren, wo aufgebrachte Nutzer darüber berichten, dass sie ihr importiertes Call of Duty: Modern Warfare 2 in Deutschland nicht mehr über Steam aktivieren können. Ähnlich wie bereits THQ bei Saint's Row 2, hat Publisher Activision veranlasst, dass nur noch die deutsche USK-Version registriert werden kann. Laut einem Forenposting hat der Support von Activision einem Nutzer angeboten, das Spiel gegen eine deutsche Fassung umzutauschen. Das ist allerdings mit Mehrkosten verbunden, da das Spiel verschickt werden muss und es gibt keine Garantie dafür. Der Hintergrund:
Die ungeschnittene Version des Ego-Shooters wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf Liste B indiziert. Dies hat zur Folge, dass das Spiel in Deutschland unter anderem nicht mehr an Jugendliche zugänglich gemacht werden darf. Da es in diesem Bereich noch keine Rechtssprechung gab, ist nicht klar, ob damit auch die Freischaltung auf Steam gemeint sein könnte. Die Anwälte von Activision gehen allerdings lieber auf Nummer Sicher.
Für die Spieler ist das natürlich ein großes Ärgernis. Immerhin importieren viele das Spiel nicht nur um der Zensur (die Uncut-Version unterscheidet sich nur durch eine kleine Änderung eines Levels von der deutschen Fassung) zu entgehen aus beispielsweise England, sondern auch wegen des oft deutlich attraktiveren Preises. Abhilfe schaffen könnte ein Alters-Verifikationssystem (AVS) bei Steam, da so sichergestellt werden würde, dass wirklich nur volljährige Spieler die indizierte Version freischalten. Bisher gibt es von Valve dazu allerdings keine Neuigkeiten, auch wenn es offenbar von vielen deutschen Usern gewünscht wird, wie auch die Umfrage rechts von der News zeigt.
Update:
Die deutsche Spieleseite GameStar.de hat unsere Meldung aufgegriffen und eine Expertenmeinung zur Vorgehensweise von Activision eingeholt. Stephan Mathé, Partner der Wirtschaftskanzlei Rode + Mathé, hält das Vorgehen von Activision für "richtig und wichtig". Da durch eine Indizierung auf Liste B auch eine strafrechtliche Komponente mit im Spiel ist, würde er als Anwalt von Activision dem Hersteller das selbe raten.
Dass Valve Produktpflege betreibt ist nichts Neues, besonders bei recht neuen Spielen gibt es Patches am laufenden Band. So auch wieder für Alien Swarm, bei welchem mit einem kleinen Update heute Nacht einige Fehler behoben wurden. Insgesamt drei Verbesserungen listet das Changelog auf:
Fixed Assault Jets using up more than one charge when you have high ping
Fixed HLMV material loading when running a mod
Fixed a Steam cloud bug in the SDK source code
Die Assault Jets konnten bei einem hohen Ping mehr als nur eine Ladung pro Benutzung verlieren, dieses Problem gehört nun der Vergangenheit an. Weiters wurde ein Fehler beim Laden von HLMV-Materialien behoben, wenn eine Modifikation benutzt wird und auch ein Bug im SDK-Code der Steam Cloud wurde ausgemerzt.
Wie immer wird das Update automatisch von Steam bei der nächsten Gelegenheit heruntergeladen und installiert.
Ein weiteres Update für den jüngst auf die neueste Version der Source-Engine portierten Multiplayer-Shooter Counter-Strike: Source behebt zwar nur Kleinigkeiten, dafür fällt der Download mit nur etwa 25 MB Größe klein aus. Ebenfalls recht klein ist das Changelog, welches diesmal nur zwei Punkte beinhaltet:
Fixed a possible memory corruption on player disconnect, likely the cause of windows dedicated server crashes
Adjusted scoreboard layout for 5:4 screen resolutions (1280 x 1024)
Unter bestimmten Umständen konnte Speicherinhalt nach dem Trennen der Verbindung eines Spielers korrumpiert werden und führte so unter Windows oftmals zum Absturz des ganzen Servers. Des Weiteren wurde die Statustabelle angepasst, um bei der bei 5:4-Monitoren häufigen Auflösung von 1280 x 1024 besser lesbar zu sein.
Das Update wird wie immer spätestens nach einem Neustart des Spiels oder des Steam-Clients heruntergeladen und automatisch installiert.
Bereits vor einigen Tagen haben wir über die neueste Ausgabe des Playstation 3-Magazins PSM3 berichtet, in der Valve-PR-Chef Doug Lombardi bekannt gab, dass Portal 2 weder 3D- noch Move-Support haben wird. In einem weiteren Preview auf das Valve-Special in dem Heft, tauchte nun ein weiteres Zitat des langjährigen Valve-Mitarbeiters auf. In dem Artikel auf Computerandvideogames.com kann man folgendes lesen:
Zitat: Original von Doug Lombardi
Wir hassen es euch warten zu lassen. Aber wir haben zur Zeit nichts betreffend Mr. Freeman oder seiner weiteren Abenteuer anzukündigen.
Valve ist bekannt dafür die Entwicklung von Spielen lange geheim zu halten. So überraschten die Steam-Betreiber im Sommer 2006 mit den Präsentationen von Team Fortress 2 und Portal sowohl Medien als auch Fans. Auch die Ankündigung von Left 4 Dead 2 und erst vor wenigen Wochen Alien Swarm sah niemand kommen. Dass man eine ähnlich notorische Geheimniskrämerei wie Apple an den Tag legt, scheint durchaus etwas zu sein, worauf man bei Valve stolz ist. Doug Lombardi zum Überraschungscoup auf der diesjährigen E3-Sony-Pressekonferenz: "Wir waren richtig geschockt, dass wir geschafft haben es geheim zu halten, bis Gabe auf der Bühne aufgetreten ist."
Im ersten Teil des Interviews, das die Branchenwebsite Gamesindustry.biz mit den beiden Valve-Mitarbeitern Jason Holtman und Doug Lombardi geführt hat, dreht sich alles um den Mac. So berichtet der Steam Director, wie neugierig die Publisher auf die ersten Statistiken nach dem Release von Steam für den Mac waren. Konkrete Zahlen kann oder will er aber in dem Interview nicht verraten. Laut Steam Hardware Survey nutzten im Juli rund fünf Prozent der Steam-User einen Mac.
Bisher sei Valve jedenfalls sehr zufrieden und geht davon aus, dass nächstes Jahr nicht nur das eigene Portal 2, sondern auch andere Spiele zeitgleich auch für den Mac erscheinen werden:
Zitat: Original von Doug Lombardi
People are looking at their titles for this holiday and saying 'a Mac version would screw with my schedule, or I'd have to ship it late. Neither of those is super-desirable. But the titles that I have in Spring of 2011 or in Holiday of 2011, let's have a discussion and let's see those numbers and start to figure it out.
Holtman antwortete außerdem auf die entsprechende Frage des Journalisten , dass man keinen Unterschied im Skill der Spieler der beiden Plattformen sehen konnte. Im zweiten Teil des Interviews, das in den nächsten Tagen veröffentlicht werden soll, geht es um die Digitale Distribution im Allgemeinen und Marketing im Online-Zeitalter. Die erste Hälfte des Gesprächs findet ihr auf der Website von Gamesindustry.biz, zum Lesen ist allerdings eine Anmeldung erforderlich.
Überraschend wurde in der vergangenen Nacht ein Update für den Shooter-RPG-Hybrid Borderlands veröffentlicht, das Steam Achievements hinzufügt. Dies gilt ausschließlich für die über Steam gekaufte Version. Grundsätzlich sind Games mit Errungenschaften auf Steam nichts ungewöhnliches, mittlerweile gibt es über 130 davon. Das Spiel stammt allerdings vom Entwicklungsstudio Gearbox Software, dessen CEO Randy Pitchford im vergangenen Jahr Steam verbal attackiert und Valve vorgeworfen hat, Indie-Entwickler auszubeuten. Diese Unterstellung entpuppte sich aber kurz darauf als Lüge.
Dabei war das Verhältnis zwischen den beiden Entwicklungsstudios schon einmal deutlich besser. Im Auftrag von Valve erstellte Pitchford mit seinem Entwicklungsteam die Half-Life 1-Addons Opposing Force und Blue Shift. Auch an Counter-Strike: Condition Zero war Gearbox beteiligt. Doch zurück zu den neuen Achievements von Borderlands: Davon gibt es 70 Stück, einige von ihnen werden nachträglich freigeschaltet, für andere muss das Spiel erneut durchgespielt werden. Die komplette Liste findet ihr bei den Steam-Stats. Der Trailer zum Spiel:
Rund zwei Wochen nach dem überraschenden Release des kostenlosen Alien Swarm durch Valve gibt es nun das sehr ähnliche Alien Breed: Impact von Entwickler Team 17 zum halben Preis über Steam. Anders als beim Pendant von Valve gibt es dort auch eine echte Singleplayer-Kampagne, ansonsten ist es aber durchaus vergleichbar: Man erschießt Aliens aus der Top-Down-Perspektive. Der Shooter nutzt auch Steamworks für Achievements. Als Multiplayer gibt es einen 2-Spieler-Coop-Modus und darauf ausgerichtet ist auch das 2-Pack im Steam-Shop.
Dieses ist um 63 Prozent im Preis gesenkt und kostet nur 11,24 Euro. Kauft man es zusammen mit einem Freund zahlt man pro Person also weniger als sechs Euro. Die normale Version gibt es für 7,49 Euro, das entspricht genau der Hälfte des normalen Preis. Wer also Abwechslung zu den Levels und Waffen von Alien Swarm sucht, findet hier möglicherweise eine günstige Alternative. Es empfiehlt sich aber trotzdem vorher die Demo auszuprobieren. Der Trailer:
Valve setzt die Reihe von Bugfixes seit dem großen Engine-Update fort und hat über Nacht ein Update für Counter-Strike: Source veröffentlicht. Der Patch verbessert unter anderem die Waffensounds und behebt einen Ragdoll-Bug, der unter bestimmten Bedingungen auftrat. Der Changelog im Detail:
Fixed ragdoll bug with cl_ragdoll_physics_enable 0 and cl_minmodels 1
Changed voice stealing of entity/channel pairs to only allow one overlapping delayed sound (improves CS gun sounds)
Fixed overlapping sounds causing a slight remaining echo on ak47
Fixed phantom clan tags appearing for players who didn’t set one
Des Weiteren wurde das Problem behoben, dass Spieler einen Clan-Tag besaßen, obwohl sie keinen eingestellt hatten. Das Update wird wie immer automatisch über Steam heruntergeladen und installiert.