Seit etwa einem Jahr versucht Publisher Electronic Arts mit der Spieleplattform Origin im Bereich der digitalen Distribution Fuß zu fassen. In einem ausführlichen Interview mit der Branchenseite gamesindustry.biz wird der Chef von Origin, David DeMartini, unter anderem danach gefragt, was er von den regelmäßigen Rabattaktionen auf Steam hält und ob das etwas sei, was man nachmachen möchte. Seine Antwort fällt für manche durchaus überraschend aus:
Zitat: Original von David DeMartini
We won't be doing that. Obviously they think it's the right thing to do after a certain amount of time. I just think it cheapens your intellectual property. I know both sides of it, I understand it. If you want to sell a whole bunch of units, that is certainly a way to do that, to sell a whole bunch of stuff at a low price. The gamemakers work incredibly hard to make this intellectual property, and we're not trying to be Target. We're trying to be Nordstrom. When I say that, I mean good value - we're trying to give you a fair price point, and occasionally there will be things that are on sale you could look for a discount, just don't look for 75 percent off going-out-of-business sales.
Origin plant keine derartigen Sales und DeMartini glaubt, dass solche Rabattaktion den Wert der Spielemarken beschädigen. Man möchte nicht wie (die Discounterkette) Target sein, sondern wie die eher gehobenen Kaufhäuser von Nordstrom. Es werde zwar auch bei Origin den einen oder anderen Sale geben, allerdings sollte man keine Ausverkaufs-Rabatte von 75 Prozent erwarten. Valve sieht das naturgemäß anders, im Jahr 2009 veröffentlichte Gabe Newell Statistiken, wonach ein Spiel, das um 75% im Preis gesenkt ist, einen fast 1.500 Prozent höheren Umsatz erzielt und der Absatz im Anschluss nicht nur nicht einbricht, sondern sogar höher ist als vor der Aktion.
Valve ist auf der E3-Spielemesse ausschließlich auf den Ständen von Microsoft und Sony mit der Konsolenfassung von Counter-Strike: Global Offensive vertreten. Am Montag gab das Studio den genauen Releasetermin und den Preis für den Ego-Shooter bekannt, wir berichteten, andere neue Informationen gab es bisher nicht. Auch nicht von Chet Faliszek im Interview mit GameTrailers-Host Geoff Keighley. Darin wurden nur bereits bekannte Details wiederholt, wer es trotzdem sehen möchte, kann das gleich im Anschluss an diese Zeilen tun. Darunter gibt es auch noch ein abgefilmtes Gameplay-Video das zeigt, wie sich Counter-Strike mit einem Gamepad auf einer Konsole spielt.
In Begleitung eines etwa einminütigen Trailers haben Publisher Atlus und Entwickler ACE Team vor wenigen Stunden die Fortsetzung zum Source Engine-Spiel Zeno Clash von 2009 angekündigt. Während sich handlungstechnisch wieder alles um Ghat und seine Begleiterin Daedra dreht, wird sich Zeno Clash II spielerisch auf Neuland begeben. Die Rede ist von einer offenen, nicht linearen Welt, Charakterattributen und einem Koop-Modus, der das beliebige Einsteigen eines zweiten Spielers während des gesamten Handlungsverlaufs erlaubt.
Neben dem kurzen E3-Streifen haben die Entwickler auch noch drei hochauflösende Screenshots veröffentlicht, auf denen die Welt Zenozoik zu sehen ist. Anders als im Vorgänger wird man sie dieses Mal nicht in der Source Engine interpretieren. Seit der zweiten Produktion Rock of Ages, so ACE-Gründer Andres Bordeu in einem Forenbeitrag, nutze das Team nur noch die Unreal Engine 3. Der Release des Spiels ist offiziell für Anfang 2013 angekündigt, erscheinen soll es über Steam, Xbox Live Arcade sowie den PlayStation Store. Ebenfalls bereits angedeutet wurden DLC-Pakete.
Valve hat am ersten Tag der E3-Spielemesse in Los Angeles Details zum kommenden Ego-Shooter Counter-Strike: Global Offensive enthüllt. Demnach erscheint das Spiel am 21. August 2012 für PC und Mac über Steam, sowie über Xbox Live auf der Xbox 360 und PSN auf der Playstation 3. Die erste Betaversion des originalen Counter-Strike wurde vor 13 Jahren ebenfalls im August veröffentlicht. Der Preis beträgt auf allen Plattformen rund 15 US-Dollar. CS: GO wird zusammen von Valve und Hidden Path-Studios entwickelt und befindet sich zur Zeit in einer geschlossenen Betaphase.
Zitat: Original von Doug Lombardi
Valve, creators of best-selling game franchises (such as Counter-Strike, Half-Life, Left 4 Dead, Portal, and Team Fortress) and leading technologies (such as Steam and Source), today announced Counter-Strike: Global Offensive (CS: GO) is targeted for release on August 21, 2012.
To be available via the Playstation Network, Xbox Live Arcade, and Steam (for PC and Mac), CS: GO will expand upon the team-based action gameplay pioneered when Counter-Strike was launched almost 13 years ago (CS beta 1, August 1999).
CS: GO will be sold for approximately $15 on all platforms.
CS: GO features new maps, characters, and weapons and delivers updated versions of the classic CS content (de_dust, etc.). In addition, CS: GO introduces new gameplay modes, matchmaking, leader boards, and more.
Developed by Valve in cooperation with Seattle-based Hidden Path Entertainment, the title will be playable in the Sony and Microsoft booths this week at E3 in Los Angeles, CA.
Vor anderthalb Jahren berichteten wir erstmals über den deutschen Modder Biohazard, der einen dynamischen Tag-Nacht-Wechsel in der Source-Engine umgesetzt hat. Letztes Jahr stellten wir einen von ihm programmierten Ingame-Shader-Editor vor, mit dessen Hilfe andere Modder komplexe Grafikeffekte relativ einfach erschaffen können, wie etwa in diesem Video zu sehen. Vor wenigen Tagen hat er sein neues Projekt enthüllt, das nicht weniger als Deferred Rendering in die Source-Engine hinzufügt. Dieses wird in vielen modernen Engines verwendet, wie etwa der CryEngine 3 und Unreal Engine 3.
Dabei wird die Beleuchtung nicht gleichzeitig mit der Geometrie berechnet, sondern in einem eigenen Schritt und auch nur für jene Pixel, die es wirklich betrifft. Das ermöglicht eine höhere Anzahl an dynamischen Lichtern bei gleichzeitig besserer Performance. Doch das ist nicht das einzige, was man im folgenden Video zu sehen bekommt. Es gibt in seiner Mod auch omnidirektionale Lichtquellen, also dynamisches Licht, das wie eine Glühbirne in alle Richtungen strahlt. In Valve-Spielen kamen bisher nur Spotlights zum Einsatz, die einen Lichtkegel wie bei einem Scheinwerfer oder einer Taschenlampe werfen.
Darüber hinaus wird auch so genanntes volumetrisches Licht gezeigt, bei dem auch die Lichtstrahlen in der Luft zu erkennen sind. Doch das ist nicht nur alles nett anzusehen, es kann auch beim Leveldesign helfen. Im Spiel können direkt neue Lichtquellen hinzugefügt und angepasst werden. Ist man mit der Beleuchtung zufrieden, können diese Informationen in das Map-Rohformat (vmf) gespeichert werden. Die Modifikation wurde im Alien Swarm SDK umgesetzt, wer möchte kann sie auch selbst ausprobieren. Vorausgesetzt wird eine Grafikkarte die mindestens das Shader Model 3.0 unterstützt. Den Downloadlink findet ihr gleich unterhalb des Präsentationsvideos.
Wenig überraschend hat das neu veröffentlichte Max Payne 3 die Führung in den wöchentlichen Steam-Verkaufscharts übernommen. Weiterhin vorne mit dabei ist ARMA 2, das zur Zeit dank der DayZ-Zombiemod mehr Geld in die Kassen spült als im gesamten letzten Jahr. Der aktuelle Weekend Deal, Saints Row The Third erreicht den dritten Platz. Das Spiel ist noch bis Montag Abend für rund zehn Euro (minus 66 Prozent) erhältlich. Die Top 10 im Detail:
1.
Max Payne 3
2.
ARMA 2
3.
Saints Row The Third
4.
Sid Meier's Civilization V - Gods and Kings
5.
Sid Meier's Civilization V GOTY
6.
Torchlight 2
7.
The Elder Scrolls 5: Skyrim
8.
Binding of Isaac: Wrath of the Lamb
9.
Iron Front: Liberation 1944
10.
Alice: Madness Returns
Dank Free Weekend und Rabatt am letzten Wochenende ist auch das Rundenstrategiespiel Civilization 5 noch in den Charts vertreten. Entwickler Firaxis plant übrigens den Steam Workshop zu integrieren und somit den Download von Mods direkt über Steam zu ermöglichen. Das in gut zwei Wochen erscheinende Addon Gods and Kings kann seit kurzem über Steam mit zehn Prozent Rabatt (27 Euro) vorbestellt werden und erreicht Platz vier in der aktuellen Top-Sellers-Liste.
Wer The Stanley Parable gespielt hat, wird sich noch an den Erzähler erinnern und mit Sicherheit auch an seine besondere Rolle in dem eigenwilligen Spiel. In einem heute aufgetauchten Video wendet sich nun ebendieser mit einer persönlichen Nachricht an alle Spieler der Modifikation, denen seitens des Entwicklers ein Remake versprochen worden ist. Ohne zuviel vorweg nehmen zu wollen, sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Neuauflage laut Video noch auf sich warten lassen wird. Allerdings soll es auch dementsprechend umfangreicher als das spartanisch gestaltete Original werden. In zukünftigen Nachrichten will sich der Erzähler mit weiteren Neuigkeiten an die Spieler wenden.
Der Spaß ist zurück: Das "Humble Indie Bundle" ist in der fünften Auflage erschienen und feiert damit quasi ein kleines Jubiläum. Mittlerweile ist das "Geschäftsmodell" sicherlich bekannt, für alle Anderen sei nochmal auf eine ältere Meldung verwiesen. Auch diesmal heißt es wieder "pay what you want" und jeder kann den Preis des Bundles selbst bestimmen. Die Verteilung zwischen Spieleentwicklern, gemeinnütziger Organisation und den Veranstaltern kann ebenfalls frei festgelegt werden. Vom Prinzip her also alles beim Alten, die enthaltenen Spiele sind jedoch neu:
Kauft man alle Spiele einzeln über Steam, so läge der Gesamtpreis über 30€. Sicherlich ansprechend sind auch die vielfältigen Zahlungsmöglichkeiten (PayPal, GoogleCheckout, amazonpayments). Auch zur fünften Auflage des Bundles gibt es wieder einen Trailer:
Für Steam-Nutzer gilt weiterhin: Nach dem Kauf einfach einen Key generieren lassen, in Steam aktivieren und man genießt alle Vorteile der Plattform. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein Kaufpreis von mindestens einem Dollar. Die Spiele sind außerdem auch auf Linux und Macintosh lauffähig. Selbstverständlich lässt sich das gesamte Bundle auch wieder als Geschenk versenden, um jemandem eine Freude zu bereiten.
Wie sieht es bei euch aus? Schlagt ihr beim neuen Bundle zu, habt ihr die Spiele vielleicht schon und könnt davon berichten, oder seid ihr überhaupt nicht interessiert? Gerne könnt ihr euch in den Kommentaren austauschen.
Was ohnehin kaum mehr in Frage gestellt wurde, wurde nun von Valve auch offiziell bestätigt: Dota 2 wird Free-to-Play (F2P). Das heißt jeder kann es spielen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Da Valve natürlich kein Wohltätigkeitsverein ist und auch Geld verdienen möchte, wurde heute Nacht der Ingame-Store präsentiert und in die Beta integriert. Dieser funktioniert ähnlich wie in Team Fortress 2, mit Guthaben in der Steam Wallet kann man sich Gegenstände (ja, auch "Hüte") kaufen und seinen Helden einen neuen Look verpassen. Zwei wichtige Details dazu führt Valve im neuen Blog-Update extra an:
Dota 2 wird nicht Pay-to-Win (bezahlen um zu gewinnen). Alle Items im Ingame Store sind ausschließlich kosmetisch und haben keinen Einfluss auf das Gameplay.
Anders als beim Hauptkonkurrent League of Legends, das ebenfalls F2P ist, sind alle Helden von Beginn an kostenlos verfügbar.
Doch auch wer kein Geld ausgeben möchte, muss nicht vollkommen auf die Items verzichten. Dazu gibt es die so genannten Battle Points: Nach jedem Matchmaking-Spiel das man beendet, erhält man einige dieser Punkte. Hat man genug davon, steigt man einen so genannten Battle Level und erhält gleichzeitig einen Gegenstand. Außerdem kann man Items auch wie in Team Fortress 2 tauschen.
Darüber hinaus unterstützt Dota 2 ab sofort auch den Steam Workshop. Talentierte Nutzer können selbst Items und alternative Helden-Models hochladen und sie der Community vorstellen, die sie auch gleich bewerten und kommentieren kann. Erhält ein Gegenstand viel Zuspruch, bietet Valve diesen dann im Ingame-Store an und der Ersteller erhält einen Teil des Erlöses. Satte 3,5 Millionen US-Dollar wurden etwa im ersten Jahr als Team Fortress 2 Free-to-Play wurde an die Hobby-Designer ausbezahlt. Mit der Integration des Store und Workshops wurde ein großer Schritt Richtung Release gemacht:
Zitat: Original von Icefrog
The opening of the Dota Store is a big part of our final push to launch. With support for the Steam Workshop, the majority of the items made available on day one were created and being sold by members of the community. By making the game Free to Play, we hope to give gamers the ability to decide how - and how much - they want to invest in the game.
Valve will also die Community selbst entscheiden lassen, wie und wieviel sie in das Spiel investieren und damit die Entwickler unterstützen. Neben dem Ingame-Shop brachte das wöchentliche Update auch wieder einige Bugfixes und Anpassungen, insgesamt fallen die sonstigen Änderungen aber eher gering aus. Der offizielle Dota 2-Blog bekam außerdem ein neues Design spendiert. Im Anschluss findet ihr einige lesenswerte Links rund um das Geschäftsmodell von Dota 2.
Vor knapp einem Jahr verschwand der damals noch recht neue Ego-Shooter Crysis 2 von einem Tag auf dem anderen aus dem Steam-Shop. Das ganze passierte zu einer Zeit, als Electronic Arts gerade die Konkurrenzplattform Origin aufbaute, weshalb von vielen eine Verbindung vermutet wurde. Laut dem Publisher wurde das Spiel allerdings von Valve selbst aus dem Sortiment genommen, weil die DLC nicht auch über Steam angeboten wurden und das angeblich gegen die Steam-Richtlinien verstößt. Von Valve gab es - wie üblich - keine inhaltlichen Aussagen dazu, weshalb man alle zur Verfügung stehenden Informationen mit Vorsicht genießen muss, da sie eben nur von einer Seite kommen.
Im August 2011 meldete sich erstmals Valve-Chef Gabe Newell zu dem Thema zu Wort. So hieß es damals, dass man Electronic Arts davon überzeugen möchte, dass es klug sei die Spiele auch auf Steam anzubieten und dass sie am Ende des Tages glücklichere Kunden haben und mehr Gewinn machen werden, wenn sie das tun. Es sei die Aufgabe von Valve das zu zeigen, denn sie hätten kein natürliches Recht deren Spiele zu vertreiben. Das scheint nun offenbar gelungen zu sein, seit heute Nacht ist Crysis 2 in der Maximum Edition für 35 Euro wieder auf Steam verfügbar. Diese enthält auch die beiden DLC Retaliation und Decimation.
Wer bereits damals Crysis 2 über Steam gekauft hat, kann es auf die Maximum Edition upgraden und zahlt dabei bis zum 12. Juni nur den halben Preis. Nicht bekannt ist, ob Valve und EA sich nun grundsätzlich einigen konnten oder ob es vorerst nur bei Crysis 2 bleiben wird. Von anderen großen Titeln des Publishers wie Battlefield 3, Mass Effect 3 und dem Star Wars MMO fehlt beispielsweise weiterhin jede Spur.