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Kolumne

Es gibt keine Steam Box

11.03.2013 | 22:00 Uhr | von Trineas
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Seite 1 | 25 Kommentare
   
Es gibt keine Steam Box Bereits in meiner letzten Kolumne bin ich darauf eingegangen, was die unter dem Projektnamen Bigfoot laufenden Hardwarepläne von Valve konkret bedeuten. Doch viele Nutzer und auch praktisch alle Gaming- und Hardware-Seiten haben immer noch eine völlig falsche Vorstellung dazu, weshalb ich noch einmal versuchen möchte, das wohl größte Missverständnis auszuräumen. Und das beginnt bereits beim Namen: Es gibt keine Steam Box.

Mal abgesehen davon, dass der Begriff von einem Journalisten erfunden und nie von Valve selbst geprägt wurde, könnte man ja meinen, dass es eigentlich egal wäre, wie man es denn nennt. Doch bereits darin liegt das große Problem, denn es wirkt dadurch, als wäre es etwas, was es nicht ist. Tatsächlich gibt es eine konkrete Bezeichnung für das, was Valve plant und diese ist seit vielen Jahrzehnten gebräuchlich: Personal Computer oder abgekürzt PC. Wieso sollten wir jetzt anfangen ihn anders zu nennen?

Um zu verstehen was Valve plant, muss man erst einmal wissen, welches Motiv das Entwicklungsstudio hat. Auf der einen Seite ist es natürlich recht simpel, nämlich den Markt für seine Steam-Plattform auszuweiten. Allerdings steckt auch viel Ideologie in dieser Vorgehensweise. Valve hat vom PC als offene Plattform enorm profitiert. Noch bevor überhaupt das erste Spiel veröffentlicht wurde, stellten Gabe Newell und Mike Harrington bereits Mod-Entwickler aus der Quake-Community ein, darunter etwa Team Fortress-Erfinder Robin Walker. Ohne den PC wäre das nie passiert.

Auch mit Half-Life profitierte Valve vom PC und dessen Modding-Möglichkeiten. Der Ego-Shooter verkaufte sich im zweiten Jahr besser als im ersten und im dritten besser als im zweiten. Der Grund war eine Mod namens Counter-Strike. Valve verdiente Geld, weil jemand anders etwas entwickelte. Dasselbe Prinzip wird nun gerade in Team Fortress 2 und Dota 2 bei den von Nutzern selbst erstellten Ingame-Items angewandt. Und natürlich gibt es Steam, das ebenfalls nur möglich war, weil der PC eine offene Plattform ist. Kein Gatekeeper, keine Zensur, keine Kontrolle.

Valve hat damit Unsummen verdient und verdient laufend mehr, allein im letzten Jahr ist der Umsatz um 50 Prozent gestiegen. Um die Finanzen seiner Firma zu beschreiben, nutzt Gabe Newell nur noch den Begriff "lächerlich".
Nicht allen im PC-Bereich geht es so gut wie Valve und das ist auch der Grund, wieso Newell es nun als seine Pflicht sieht, dem PC auch etwas zurückzugeben, nachdem man so sehr durch ihn profitiert hat. Valve will den Geist der offenen Plattform, auf der durch innovative Entwickler das nächste Counter-Strike und das nächste Steam entstehen kann, nun auch ins Wohnzimmer bringen.

Das ist der Hintergrund, das ist das Motiv von Valve. Klar will man damit auch Geld verdienen, aber man will es durch die Unterstützung des PC als offene Plattform erreichen. Und dieser Punkt ist so wichtig zu verstehen. Denn damit werden alle Spekulationen, ob das Ding nun geschlossen sein wird oder eine Art Konsole sein wird oder vielleicht ein Zwischending sein wird komplett ausgeschlossen. Es wird ein PC. Nicht mehr, nicht weniger.

Entsprechend kann es auch keinen offiziellen PC (oder wie fälschlich oft gesagt: "offizielle Steam Box") geben. Da ist nichts offiziell daran, nur weil er von Valve kommt. Viele andere Hersteller bieten ebenfalls welche an und jeder kann sich selbst einen zusammenbauen. Auch das ist ein Vorteil dieser Plattform, es gibt nicht die Einheitslösung für alle, jeder kann individuell das kaufen, das für ihn gerade richtig ist. Es gibt keine Vorgaben, keine Zertifizierung, keine Einschränkungen. Weder bei der Hardware noch bei der Software.

Für dich sind auf Linux, das auf den PCs von Valve wohl vorinstalliert sein dürfte, nicht genügend Spiele verfügbar? Kein Problem, installiere doch einfach Windows. Und du magst darauf Battlefield 3 spielen, obwohl es nicht über Steam angeboten wird? Installiere doch einfach Origin und hab Spaß damit. Ja du musst den PC noch nicht einmal an den Fernseher anschließen, du kannst ihn auch im Büro verwenden, Maus und Tastatur anstecken und Excel-Tabellen erstellen. Das ist vielleicht von der Kosten-Nutzen-Rechnung nicht die Ideallösung, aber niemand wird dich aufhalten, niemand wird dir Steine in den Weg legen.

Darum geht es bei dem ganzen Projekt, um Wahlfreiheit, um Individualität, um eine offene Plattform. Also vergesst den Begriff "Steam Box" und bezeichnet es als das, was es tatsächlich ist, nämlich schlicht und einfach ein Personal Computer, ein PC.

von Trineas

   
 
   
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