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Kolumne

Die Mär von der Raubkopie

14.01.2012 | 12:41 Uhr | von Dienstbier
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Seite 1 | 14 Kommentare
   
Die Mär von der Raubkopie Bisher hielten sich Raubkopierer unter anderem mit dem Argument des viel zu hohen Preises aktueller Spiele-Blockbuster der Sorte Call of Duty an der Wasseroberfläche des moralisch vertretbaren, doch die See wird stürmischer, nicht nur von rechtlicher Seite. Ein Spiel, das von der Presse als eines der herausragensten Werke seiner Zeit gehuldigt wird, sich mit seiner einzigartigen Geschichte und einer Atmosphäre, die ihresgleichen sucht, vom Einheitsbrei distanziert, in der kurz gesagt ein Haufen Arbeit und Engagement steckt, wird schon wenige Monate nach dem Release für unter zehn Euro verkauft.


Da verzweifelt selbst GLaDOS.

Warum also erscheint ebendieses Spiel, die Rede ist natürlich von Portal 2, mit über drei Millionen illegalen Downloads auf dem fünften Platz der am häufigsten über Torrentbörsen heruntergeladenen Spiele? Eine Frage, die nicht nur beim Entwickler für einige Zeit unbeantwortet im Raum stehen dürfte. Zuletzt lag Portal 2 für gerade einmal sieben und einen halben Euro an zwei wahrlich großzügig ausgelegten Rabatt-Tagen des vergangenen Holiday Sales im virtuellen Spiele-Regal von Steam. Und auch im Herbst boten sich schon reichlich viele Gelegenheiten, das Opus für zehn, zwölf, oder lassen wir es 15 Euro sein, zu kaufen.

#Spielca. DownloadsVeröffentlichung
1Crysis 23.920.000März 2011
2Call of Duty: MW 33.650.000November 2011
3Battlefield 33.510.000Oktober 2011
4FIFA 123.390.000September 2011
5Portal 23.240.000April 2011
Quelle, Stand: 30. Dezember 2011

Der Internetblog Torrentfreak.com wertete im Dezember etliche Quellen wie BitTorrent-Tracker aus und veröffentlichte die wie immer erschreckenden Zahlen zu den in 2011 für die Plattformen PC, Xbox und Wii illegal heruntergeladenen Spielen. Das über Filehoster verbreitete Material ist hier wegen der fehlenden Nachweise noch nicht einmal inbegriffen. Der PC ist im Vergleich zu den Konsolen wie immer trauriger Sieger in der Statistik. Am eifrigsten luden zahlungsunwillige Spieler in diesem Jahr das von Electronic Arts verkaufte Spiel Crysis 2 herunter. Auch Battlefield und Call of Duty sind mit den neuesten Ablegern vertreten.

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Die beliebtesten Spiele in den Tauschbörsen
Na gut, sagt sich da der mündige Spieler, ich zahle doch keine 30 Euro und mehr für einen fünfstündigen Shooter, und lasse mich dann auch noch mit teueren Zusatzinhalten schikanieren. Außerdem will ich nicht auf den Postboten warten und die Reise zum nächsten Media Markt kann ich mir auch sparen, dort zahle ich ja noch einen Zehner mehr! Ach, und Origin muss ich für den Spaß auch noch installieren? Na dann tu ich ja gleich noch etwas für das Allgemeinwohl, wenn ich EAs Spitzel-Programm mit einer Raubkopie boykottiere.

Alles schön und gut, das Gewissen lässt sich damit gut beruhigen. Aber Portal 2? Das lässt sich von dem Taschengeld eines Zwölfjährigen bezahlen - das Alter, in dem die Online-Räuberei heutzutage anfängt. Anzunehmen ist, dass ein Minderjähriger weder eine Kreditkarte noch ein Girokonto zur eigenen Disposition, geschweige denn einen PayPal-Account besitzt. Anzunehmen ist auch, dass jene Mitglieder der Familie, die rechtlich befähigt wären, eine Finanztransaktion über das Internet durchzuführen, entweder eine kategorische Ablehnung gegenüber "Video-", "Baller-" und "Computer-" spielen, Internetkäufen oder allen zusammen hegen, oder aber absolut keinen Schimmer davon haben, welches Business seit den Neunzigern zweistellige Wachstumsraten verzeichnet.


Elf verschiedene Zahlungsoptionen bietet Steam.

Also ein Freibrief für alle Nicht-Verstandenen und Vergessenen auf dieser Welt - schließlich geht es ja nicht anders? Nichts da, wer schlau genug ist, winzige Download-Links aus dem Dickicht an Werbebannern zu picken, der weiß auch, was die 40 Millionen-Plattform Steam ist und, dass der Laden regelmäßig kräftige Rabatte bietet, die dann auch das Fehlen einer Verpackung und eines Wiederverkaufsrechts entschädigen. Ein Nutzerkonto ist schnell erstellt und bezahlt wird ganz einfach mit einer Paysafecard aus dem Supermarkt, das geht ja beim Handy auch. Doch stattdessen werden weiterhin Premium-Accounts bei Filehostern bezahlt, um noch schneller an die ISO zu kommen. Auf der Suche nach älteren oder Nischentiteln werden stundenlang Foren und Warez-Seiten durchstöbert.

Als sich Spieler noch einem mächtigen, preisbestimmenden Kartell aus Publishern und Einzelhandel gegenüber sahen, konnte der illegale Download, bei vielen als Kavaliersdelikt abgetan, noch als Notbehelf durchgehen, doch die Zeiten haben sich geändert. Wenn ein Spiel wie Portal 2 in den Charts der Raubkopierer auftaucht, dann ist klar, dass Argumente wie störender Kopierschutz und zu hohe Preise nur billige Ausreden sind, um den absoluten Nullkurs fahren zu können. Es bleibt zu hoffen, dass sich eines Tages, dank Plattformen wie Steam, die ein faires Preisniveau propagieren, wieder eine höhere Kaufmoral bei den Kunden einstellt.

von Dienstbier

   
 
   
Links:
- Artikel auf Torrentfreak.com

Weitere Artikel:
- Portal 2: Valves bestes Spiel? (19.04.2011)



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